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Happy End Nach Delfinbesuch In Schottland



Hallo, ich bin Sarah von WDC. Ich war kürzlich auf der Isle of Lewis vor Schottland stationiert. Hier führen wir seit 12 Jahren ein erfolgreiches Forschungsprojekt durch mit dem wir die schottische Regierung überzeugen konnten, ein Schutzgebiet für Delfine zu errichten.

An einem ganz normalen Sommermorgen machte ich mit meiner Kollegin Nicola und unseren Hunden Buck und Oli am schönen Stornoway Castle einen Spaziergang. Doch, dass dieser Ausflug anders als geplant verlief, ahnten wir noch nicht. Zu unserer Überraschung sahen wir neben all den Booten, die sanft auf dem Wasser glitten, etwas aus dem Wasser ragen. Es waren Flossen! Delfinflossen! Normalerweise tummeln sich hier nur Kegelrobben, für Delfine ist dies kein gewöhnlicher Aufenthaltsort. Während viele Menschen sich bereits am Ufer versammelt hatten und ihr Handy zückten, um das Ganze festzuhalten, tauchten weitere Flossen auf – drei, vier, sogar fünf!

Wir sahen ein Junges, dass zwischen den erwachsenen Delfinen seine kleinen Kreise zog. Wir wunderten uns, welche Delfinart das nur sein konnte? Zum Glück kennt Nicola sich bestens aus. Sie war sich sofort sicher: es sind atlantische Weißseitendelfine.

In den letzten 12 Jahren war ich schon oft hier auf dieser Insel, aber diese schönen Geschöpfe haben wir hier noch nie gesehen! Die Küstenwache und die schottische Polizei waren auch schon vor Ort, um für die Sicherheit aller am Ufer versammelten Menschen zu sorgen.

Die Gruppe der Delfine hielt sich noch immer in der Nähe des Ufers auf. Wir hörten, dass sie wohl schon ein paar Stunden hier im Hafenbecken waren. Langsam kam die Flut zurück –  hoffentlich können die Delfine wieder zurück ins tiefere Gewässer treiben, wo sie normalerweise leben.

Plötzlich entfernte sich das Junge zu weit von seiner Gruppe, kam dem Ufer zu nah und strandete. Da lag es nun unbeholfen zwischen Seetang und Schlamm. Alle anderen Delfine eilten dem Baby zu Hilfe und ihnen passierte das Gleiche – sie strandeten im flachen Wasser. Jetzt konnten wir auch sehen wie viele Delfine es tatsächlich waren – neun Individuen! Mehrere Besucher steiften sich sofort ihre mitgebrachten Neoprenanzüge über und halfen den Delfinen. Angefangen mit dem Baby zogen sie jeden Einzelnen sanft zurück ins tiefere Wasser.


Die herbeigeeilte Seenotrettung fuhr mit ihrem Schlauchboot langsam hinter den Meeressäugern her, um sie aus der Bucht hinaus ins offene Meer zu lotsen. Schnell waren sie nicht mehr zu sehen und wir hoffen, dass dieses Abenteuer ein Einmaliges bleibt und sie von nun an sicher im offenen Meer herumtollen.




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