Wie sehen Vaquitas aus?
Vaquitas sind eng mit dem Schweinswal (der einzigen heimischen Wal-Art in Deutschland) verwandt. Deswegen werden sie auch „Kalifornische Schweinswale” genannt. Wie die anderen Schweinswale hat der Vaquita praktisch keinen Schnabel. Sein Körper ist kräftig gebaut und auf der Oberseite mittel- bis dunkelgrau, wobei die Färbung manchmal gelblich- oder olivbraun erscheinen kann. Der Bauch ist grau oder weiß. Um die Augen tragen Kalifornische Schweinswale einen schwarzen Fleck und auch der Maulbereich ist dunkel. Ihre Rückenflosse ist dreieckig, die Brustflossen sind klein und breit.

Erwachsene Vaquitas werden bis zu 1,5 Meter lang und bis zu 50 Kilogramm schwer.
Babys werden bis zu 0,8 Meter lang. Ihr Maximalgewicht ist unbekannt.
Wo leben sie?
Vaquitas leben nur in einem kleinen Gebiet, im Norden des Golfs von Kalifornien vor Mexiko (auf der Karte pink markiert). Es könnte sein, dass sie sich teilweise auch etwas südlicher an der mexikanischen Küste aufhalten. Sie sind nirgendwo sonst auf der Erde zu finden. Sie leben überwiegend im flachen Wasser entlang der Küste.
Wie ernähren sie sich?
Vaquitas sind Zahnwale. Sie ernähren sich wie andere Schweinswale von Fischen und Tintenfischen, gelegentlich auch von Krabben oder Hummern. Bei der Jagd tauchen sie sanft ab und langsam wieder auf. Sie verbringen die meiste Zeit unter Wasser, daher werden sie nur selten von Menschen gesehen.
Sie jagen mit Hilfe der Echolokation. Das ist eine Methode, die von den meisten Zahnwal-Arten benutzt wird. Dabei werden Schallwellen erzeugt, die von Hindernissen in ihrer Umgebung reflektiert werden (wie ein Echo – vielleicht hast du davon schon einmal im Zusammenhang mit Fledermäusen gehört). So können Vaquitas ihre Beute selbst im trüben oder dunklen Wasser zielgenau aufspüren.

Über das Leben der Vaquitas
Bis vor einiger Zeit hielten viele Menschen Vaquitas für Fabelwesen, weil sie nur sehr selten gesichtet wurden. Deswegen weiß man auch heute noch nicht all zu viel über sie. Der traurige Grund für die seltenen Sichtungen ist, dass es kaum noch welche von ihnen gibt.
Vaquitas sind akut vom Aussterben bedroht, denn in ihrem Lebensraum müssen sie sich vielen Gefahren stellen. Sie halten sich vor allem im flachen Wasser entlang der Küste auf. Dort gibt es viele Fischernetze, mit denen Totoaba-Fische gefangen werden sollen. Weil schon so viele dieser Fische gefangen wurden, sind auch sie bereits vom Aussterben bedroht. Sie zu jagen ist per Gesetz verboten. Trotzdem werden weiter viele von ihnen gefangen, weil man ihre Schwimmblasen für einen guten Preis ins Ausland verkaufen kann. Dort werden sie für chinesische Medizin benutzt.
Diese illegale Fischerei ist schuld daran, dass die Vaquitas so gut wie ausgestorben sind. Denn die Vaquitas können die Netze mit ihrer Echolokation nicht orten – folglich verfangen sie sich in den Netzen und ertrinken. Im Jahr 1997 gab es noch etwa 600 von ihnen, jetzt sind es weniger als zehn Individuen, die übrig geblieben sind. Dass sich die Population jemals wieder erholt, ist extrem unwahrscheinlich. Unter anderem auch, weil die erfolgreiche Fortpflanzung in einer so kleinen Gruppe kaum möglich ist.
Ihre größte Bedrohung
Ihre größte Bedrohung ist ganz klar die Fischerei. Aber auch die Tatsache, dass es nur noch so wenige von ihnen gibt, ist eine große Gefahr für das Überleben ihrer Art. Auch die Auswirkungen des Klimawandels, steigende Meerestemperaturen, Meeresverschmutzung und Nahrungsmangel setzen den kleinen Walen zu.


